Definition
Eine Wertspanne (auch: Wertkorridor) ist die Darstellung eines Immobilienwerts als Band statt Punktwert — typisch zwischen unterem und oberem Wert mit ± 5–15 % Bandbreite. Sie spiegelt die methodische Unsicherheit und Marktvolatilität wider und ist insbesondere in indikativen Bewertungen und Online-Schätzungen üblich.
Beispiel
Indikative Marktwert-Einordnung einer Wohnung in Köln-Sülz:
- Untere Spanne: 380.000 €
- Wahrscheinlichster Wert: 410.000 €
- Obere Spanne: 445.000 €
- Wertspanne: ±8 %
Wann ist eine Spanne sinnvoll?
- Online-Bewertungen ohne Vor-Ort-Begehung
- Indikative Marktwert-Einordnungen
- Frühphase einer Verkaufsentscheidung
- Erste Plausibilisierung im Erbschaftsfall
Punktwert vs. Spanne
Ein Verkehrswertgutachten weist meist einen Punktwert aus (z.B. 410.000 €) plus eine Bewertungsgenauigkeit als Hinweis (z.B. ±5 %).
Häufige Fragen
Welche Bandbreite ist realistisch? Bei guter Datenlage 5–10 %, bei dünner Datenlage 15–25 %.
Quellen: TEGoVA Bewertungsstandards · ImmoWertV · Stand Juni 2026.