Definition
Eine Wertverbesserung ist ein Aufschlag auf den methodisch ermittelten Wert einer Immobilie, der über die normale Bewertung hinaus durch besondere Umstände begründet ist. Sie ist das Spiegelbild der Wertminderung und entsteht typisch durch Modernisierung, Lageaufwertung oder rechtliche Verbesserungen.
Typische Anlässe
- Energetische Modernisierung (verlängert Restnutzungsdauer)
- Anbau, Aufstockung, Dachausbau (zusätzliche Fläche)
- Lageaufwertung (neue Infrastruktur, Verkehrsanbindung)
- Bebauungsplan-Änderung (höhere GFZ, geänderte Nutzungsart)
- Wegfall von Belastungen im Grundbuch
- Sanierung von Altlasten
Bewertung
Wertverbesserungen werden im Gutachten separat ausgewiesen und entweder über angepasste Verfahrensgrößen (verlängerte Restnutzungsdauer, höherer Sachwertfaktor) oder als eigenständiger Aufschlag dargestellt.
Häufige Fragen
Sind reine Schönheitsreparaturen eine Wertverbesserung? In der Regel nein — sie zählen zur Instandhaltung.
Verändert ein Anbau die Bewertungsmethodik? Ja — der Anbau wird typischerweise mit eigener Restnutzungsdauer und eigenen NHK separat bewertet.
Quellen: ImmoWertV · Stand Juni 2026.