Definition
Das Liegenschaftszinsverfahren ist eine andere Bezeichnung für die kapitalisierungsbasierte Bewertung im Rahmen des Ertragswertverfahrens. Der Reinertrag wird über den Liegenschaftszins und die Restnutzungsdauer in einen Wert umgerechnet. Der Begriff wird teils synonym zum Ertragswertverfahren verwendet, teils zur Abgrenzung vom „klassischen” Ertragswertverfahren mit standardisierten Vervielfältigern.
Kerngedanke
Wert = Reinertrag × Vervielfältiger, wobei der Vervielfältiger aus Liegenschaftszins + Restnutzungsdauer abgeleitet wird.
Abgrenzung
- Liegenschaftszinsverfahren — explizite Kapitalisierung mit Liegenschaftszins
- Ertragswertverfahren — übergreifender Begriff nach ImmoWertV
- DCF-Verfahren — diskontiert prognostizierte Cashflows individuell
Häufige Fragen
Ist das eine eigene Methode? Nein, es ist Bestandteil des Ertragswertverfahrens nach ImmoWertV §§ 27–34. Der Begriff wird vor allem in der Sachverständigen- und Bewertungsliteratur genutzt.
Quellen: ImmoWertV §§ 27–34 · Stand Juni 2026.